»Schluss mit der Ökomoral« beinhaltet Alltagserlebnisse und spontane Überlegungen über gute Vorsätze, Verbote, Moralapostel, Wiederstände, Stumpfsinn und Engagement.


Es ist ein Buch, dass man im Wartezimmer aufschlagen kann, an einer beliebiger Stelle, um eine kleine Geschichte zu lesen. Ein Buch Zum Blättern, Aufregen und Stauen. Bilder oder Grafiken laden dazu ein, an einer beliebigen Stelle hängen zu bleiben.


Offenbar fällt es uns schon schwer, gute Vorsätze einzuhalten, die definitiv gut für die Gesundheit sind, wie regelmäßig Sport zu treiben. Auch sind sich die meisten Menschen wohl darüber bewusst, dass immer mehr Luxus, Komfort, Gegenstände und Geschwindigkeit uns nicht glücklicher machen.


Wieviel Fleisch man isst, wie groß die Wohnung oder das Auto ist und wie oft jemand fliegt, da sagen viele: »Das ist Privatsache«. Ist es das? Was wir essen kommt irgendwo her, wurde produziert und verarbeitet. Autos machen Lärm und verletzten Menschen. Ebenso wie Flüge erhitzen sie das Klima. Die Erde blutet und wir gucken zu. Was wir tun, ist mitnichten Privatsache.


Wir kommen wir raus der Nummer? Nicht durch noch mehr Kampagnen für ökologisch korrektes Verhalten und ganz sicher nicht durch technische Verheißungen.


Was uns individuell nicht gelingt, müssen wir kollektiv vereinbaren. Es ist töricht, wenn Politiker sich reflexhaft über Verbote aufregen. Es ist Verboten, seinen Müll in Nachbars Garten zu werfen oder bei Rot über die Ampel zu fahren. Es ist verboten, giftige Schadstoffe in Lebensmittel zu mischen. Wo ist denn das Problem? Die meisten Regeln ermöglichen überhaupt, dass wir unversehrt und in Freiheit leben können.


Richtig ist: Es ändert sich erst etwas, wenn alle Mitmachen. Und dabei geht es eben nicht um den moralisch richtigen Konsum, das soll gerne jeder versuchen, sondern um Engagement. Politischer Protest ist wichtiger als privater Konsumverzicht. Man kann Selbstbegrenzung fordern, ohne sich selbst zu begrenzen.


Du fährst gerne schnell Auto? Das ist nicht so schlimm, wenn Du Dich für ein Tempolimit einsetzt. Viele Schüler von Friday vor Future werden in ihrem Leben regelmäßig fliegen. Damit haben sie nicht das Recht darauf verwirkt, gegen den Ausbau eines Flughafens zu demonstrieren. Im Gegenteil, statt sich dem Ohnmachtsgefühl hinzugeben »was ändert sich schon, wenn ich verzichte« zeigt dieses Buch mit seinen Geschichten auf, wie »wir den Welt retten können, ohne ständig daran zu denken«.

Rezensionen

Deutschlandfunk in der Sendung »Andruck« (14.10.2019)

Reinhard Stiehl  (Markenkommunikation): Der unmoralische Grüne. Michael Kopatz wettert gegen die Ökomoral (13.10.2019) 

»Schluss mit der Ökomoral« - Warum Eckart von Hirschhausen dieses Buch empfiehlt. wize.life (8.10.2019)

Sonja Gurris auf n-tv.de (22.9.2019)

Herwig Danzer in seinem Blog (2.9.2019)


Ein Mitbürger beleuchtet sein stolzes Gefährt festlich. Was ist wohl der Beweggrund? Antwort: Hier ist jemand auf der Suche nach Anerkennung und Liebe. So wie wir alle. Allein, schöne Dinge bewirken das nicht.
Ein Mitbürger beleuchtet sein stolzes Gefährt festlich. Was ist wohl der Beweggrund? Antwort: Hier ist jemand auf der Suche nach Anerkennung und Liebe. So wie wir alle. Allein, schöne Dinge bewirken das nicht.